Zweitausend Kilometer für Bewegungsfreiheit

Eine migrationspolitische Karawane zum Weltsozialforum in Dakar

Film und Diskussion: Freitag, 1. Juli 2011 um 19 Uhr
Alte Feuerwache, Melchiorstr. 3, Projektraum

 

Für eine Welt ohne Grenzen! Frontex abschaffen!

Ende Januar startete in der malischen Hauptstadt Bamako die Karawane „ Für Bewegungsfreiheit und gerechte Entwicklung“. Etwa 200 afrikanische und europäische AktivistInnen des Netzwerkes „Afrique-Europe-Interact“ reisten gemeinsam ins senegalesische Dakar zum Weltsozialforum.
Das Bündnis besteht aus antirassistischen Initiativen, Flüchtlingsorganisationen und Einzelpersonen aus verschiedenen Ländern Westafrikas und Europas. Seit seiner Gründung 2010 stellte es eine regelmäßige Vernetzung zwischen Nord und Süd her. Das bis jetzt größte Projekt war die dreiwöchige Karawane für Bewegungsfreiheit und gerechte Entwicklung von Bamako/Mali 
nach Dakar/Senegal und die gemeinsame Teilnahme am 11. Weltsozialforum. Das Besondere ist nicht allein diese politische Reise von ca. 200 AfrikanerInnen durch Afrika, sondern auch die Teilnahme von 50 AktivistInnen aus Europa. Es waren Flüchtlinge und MigrantInnen dabei, die das europäische Grenz-, Lager- und Abschiebe-Regime am eigenen Leib durchlebt haben und erfolgreich dagegen kämpfen konnten. Die Aktivisten des Netzwerks „Afrique-Europe-Interact“ fuhren gemeinsam mit den knapp 250 Teilnehmern der „Karawane der sozialen Bewegungen Cotonou-Dakar“ in zehn Bussen nach Dakar zum Weltsozialforum.
Es haben sich 500 Menschen an der über Tausend Kilometer langen Busreise beteiligt und mit verschiedenen Aktionen ein Signal gegen das repressive Grenz- und Migrationskontrollregime gesetzt, das durch den Einfluss der EU-Staaten zunehmend in die afrikanischen Länder vorverlagert wurde.
Zu gehen oder zu bleiben begreift das Netzwerk Afrique-Europe-Interact als universelles Recht und fordert es unabhängig von der ökonomischen und politischen Situation von Flüchtlingen. Deshalb behandelte die Karawane drei Themenbereiche:

 

Adjovi Boconvi und Rudi Schneider vom Transnationalen Aktionsbündnis nahmen als AktivistInnen an der Karawane teil. Sie werden über ihre Erlebnisse und dort gemachten Erfahrungen berichten und einen Videofilm zeigen.


Wesentliches Ziel ist der Aufbau transnationaler Kooperationen zwischen Basisinitiativen in Afrika und Europa.

Flyer

  • Die Rechte von Flüchtlingen und Migrantinnen, auch in Transitländern.

  • Die strukturellen Hintergründe für Flucht und Migration

  • Die Situation von afrikanischen Flüchtlingen und Migrantinnen in Europa.