Solingen errinneren – Aktiv gegen Rassismus und rechte Gewalt

VHS-Forum im Rautenstrauch-Joest-Museum
Cäcilienstr. 29-33, Köln (Nähe Neumarkt)

20 Jahre nach dem tödlichen Brandanschlag im Wohnhaus der Familien Genç in Solingen berichten ZeitzeugInnen über die Tat, die Täter und die geistigen Brandstifter in Politik und Medien.
Sie sprechen über die Verzweiflung und Wut unter vielen EinwandererInnen, besonders unter den jungen, über Anteilnahme und Solidarität gegen Rassismus.
Solingen erinnern – das ist nach der Aufdeckung der menschenverachtenden Morde des NSU aktueller denn je.

Die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen:

Mevlüde Genç verlor in der Nacht zum 29. Mai 1993 ihre 28-jährige Tochter Gürsün, ihre 18-jährige Tochter Hatice, ihre neunjährige Enkelin Hülya, ihre fünfjährige Enkelin Saime und ihre zwölfjährige Nichte Gülistan.

Der Psychologe Ali Kemal Gün half damals und engagiert sich heute für Betroffene des Keupstraßen-Attentats.

Metin Gür verfasste das Buch „Die Solingen-Akte“. Er interviewte Mitglieder und Nachbarn der Familie Genç, Angehörige der Täter, die Rechtsanwälte beider Seiten sowie die Staatsanwaltschaft.

Die WDR-Redakteurin Ayşim Alpman berichtete und kommentierte im Fernsehen nach dem Brandanschlag in Solingen über die Tat, die Opfer und die Wut der EinwandererInnen aus der Türkei.

Herbert Leuninger, Mitbegründer von Pro Asyl, ermahnte die Politik schon vor den Taten von Solingen, Mölln, Hoyerswerda und Rostock, sich nicht als Brandstifter zu betätigen.

Marina Vitale beobachtete als Antifa-Aktivistin bereits vor dem tödlichen Anschlag das Treiben der rechtsextremen Szene in Solingen.

Der Sozialwissenschaftler Kemal Bozay protestierte damals mit anderen jungen MigrantInnen gegen Rassismus, engagiert sich heute für die Anschlagsopfer der Kölner Keupstraße.

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