Solidarität mit den politischen Gefangenen und den Aktivisten der „Bewegung 20. Februar“ in Marokko

Domplatte Köln

Am Internationalen Tag der Menschenrechte organisiert das Unterstützungskomitee für die marokkanische "Bewegung 20. Februar" in Köln eine Kundgebung zur Solidarität mit den politischen Gefangenen und den Aktivisten der Bewegung.

Marokko - Der Schein trügt!

Marokko,ein Urlaubsparadies, in dem die Menschenrechte mit Füßen getreten werden.

Im Februar 2011 gründete sich in Marokko die Bewegung 20. Februar“. Inspiriert durch das Vorbild der anderen arabischen Länder forderten sie demokratische Reformen. Unter dem Druck dieser Bewegung wurde in Marokko eine neue Verfassung beschlossen und eine Regierung gewählt. Die politische und soziale Situation ist jedoch unverändert und die Forderungen der Bewegung 20. Februar wurden keineswegs erfüllt. Die Bewegung kämpft weiterhin für wirkliche Veränderung, für soziale Gerechtigkeit und gegen Korruption.

In Marokko werden Menschen politisch verfolgt ,die sich mit Streik, Sit-ins gegen die Verteuerung von Energie und Wasser, für höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und für soziale Gerechtigkeit in dieser repressiven Monarchie einsetzen. Fast jeden Tag demonstrieren Menschen in 80 Städten. Aktivisten werden bedroht, inhaftiert und ermordet. Bis jetzt sind 21 Personen durch Polizeigewalt ums Leben gekommen, mehr als 1000 Personen wurden festgenommen und verurteilt.

Unter dem Vorwand der Beamtenbeleidigung wurde der marokkanische Rapper Mouad Belghouat (Elhaked ), 24 Jahre alt, aus Casablanca zweimal inhaftiert, tatsächlich aber wegen seiner kritischen Texte gegen das Schweigen und die Grausamkeit des Regimes.

Seit mehr als einem Jahr beteiligen sich die Minenarbeiter von Imider und Bouazar und die Dorfeinwohner an Sit-ins gegen die Verhaftung ihrer Kollegen.

Das marokkanische Regime hat Interesse daran, ein positives Image in den europäischen Medien zu pflegen. Marokko hat die UNO-Charta für Menschenrechte unterschrieben, um sich die finanzielle und politische Unterstützung des „Westen“ zu sichern.

Unterstützen sie die Bewegung 20. Februar in ihrer Kampf für demokratische Reformen!. Schreiben sie an alle Menschenrechts-Organisationen E-Mails oder Briefe, und insbesondere an die europäische Kommission für Menschenrechte

Adresse: Europarat, Direktion für Menschenrechte, F-67006 Strasbourg Cedex, Internet: http://www.coe.int/

Unterstützungskomitee für die marokkanische  "Bewegung 20. Februar"
Allerweltshaus  Köln
  Körnerstrsse 77-79

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