Mit Rassismus gegen Sexismus?

 

Mehrere hundert Menschen demonstrierten auf Inititiative von Rote Aktion und young struggle heute abend vor dem Dom mit einer Kundgebung gegen die frauenverachtenden Gewaltexzesse von Horden junger Männer in der Silvesternacht. Am "offenen Mikrophon" der veranstaltenden Gruppen sprachen u.a. Beshid Najafi von agisra, Vertreterinnen von SAV, Neue Frau / Yeni Kadın, dem Sozialistischen Frauenverband FSK, Mina Ahadi vom Zentralrat der Ex-Muslime und die stellvertretende Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes (SPD).

Gegen sexualisierte Gewalt und deren rassistische Instrumentalisierung!

In der Silvesternacht gab es im Bereich des Kölner Hauptbahnhofs massive sexualisierte Übergriffe auf Frauen*. Dies geschah aus einer größeren Gruppe von Männern heraus, mehr als 60 Anzeigen gingen bisher bei der Polizei ein.

Die (mutmaßlichen) Täter wurden von Betroffenen als „nordafrikanisch aussehend“ beschrieben. Diese Verschiebung auf People of Colour als Täter scheint die Empörung über die sexistischen Übergriffe deutlich anzufachen. Nach anderen sexualisierten Übergriffen oder Vergewaltigungen gibt es keinen Aufschrei. Eher noch findet kollektives victim blaming statt: den betroffenen Frauen* wird die Schuld oder zumindest eine Mitverantwortung zugeschrieben.

Empörung gegen sexistische Gewalt finden wir gut! Damit verbundenen Rassismus nicht.

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