Initiative gegen Diskriminierung am Arbeitsmarkt

Wer wir sind und was wir wollen
Die "Initiative gegen Diskriminierung am Arbeitsmarkt" ist eine Gruppe aus Flüchtlingen, Rechtsanwälten, Journalisten und anderen Interessierten, die sich im April 2001 in Köln zusammengeschlossen hat, um gegen das faktische Arbeitsverbot für Asylbewerber und andere Gruppen von Flüchtlingen (wie z.B. Studenten aus Nicht-EU-Ländern) aktiv zu werden. Dabei ging es uns zunächst einmal um die NRW-Berufsverbotsliste, gegen die nicht nur die betroffenen Flüchtlinge, auch Arbeitgeber, Juristen und sogar einige Richter massive Kritik ausgeübt hatten - bis sie am 23. Oktober 2001 schliesslich vom Landesarbeitsamt NRW wieder aufgehoben wurde. Daher wollen wir nun vor allem gegen die generelle Benachteiligung von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt und die "Deutsche zuerst"-Politik der Bundesregierung aktiv werden - denn das Recht auf Arbeit ist ein Menschenrecht, das unabhängig von politischen Nützlichkeitserwägungen (wie der aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt) seine Gültigkeit behält. Dabei gehen wir davon aus, das langfristig nur durch einen Zusammenschluss der Flüchtlinge selbst genug politischer Druck aufgebaut werden kann, um die Situation für Flüchtlinge in Deutschland effektiv zu verbessern. Daher wollen wir mit unseren Aktivitäten zunächst einmal auch die Betroffenen motivieren, für ihre Rechte aktiv zu werden und sich zu organisieren.

Unsere aktuellen Aktivitäten
Die erste Aktion der Initiative war die Ausarbeitung einer Petition mit der Forderung der Aufhebung der NRW-Verbotsliste. Um dieser Forderung mehr Gewicht zu verleihen und um für unsere Initiative unter den Flüchtlingen zu moblisieren, wurde dafür vor allem in Asylbewerberheimen in Köln, aber auch bei diversen Veranstaltungen und Demonstrationen Unterschriften gesammelt. Diese Petition mit inzwischen weit mehr als 2000 Unterschriften wurde am 22. Oktober 2001 dem Leiter des Landesarbeitsamtes als der für die NRW-Verbotsliste politisch verantwortlichen Institution übergeben. Nach dem erzielten Teilerfolg durch die Aufhebung der Liste wird sich der Schwerpunkt unserer Aktionen jetzt auf die generelle Diskriminierung von Flüchtlingen auf dem Arbeitsmarkt durch die Vorangstellung von Deutschen und EU-Bürgern richten.

Unterstützung und Mitarbeit bei der Initiative gegen Diskriminierung am Arbeitsmarkt

Alle Interessierten und Betroffenen herzlich eingeladen, zu unseren wöchentlichen Treffen zu kommen:

Jeden Dienstag, wechselnd um 19 Uhr bzw. 20 Uhr
Allerweltshaus
Körnerstr. 77
Köln-Ehrenfeld (Haltestelle Körnerstr. oder Liebigstr.)

Kontakt
INITIATIVE GEGEN DISKRIMINIERUNG AM ARBEITSMARKT
Selbstorganisation von Flüchtlingen in Köln
c/o Allerweltshaus Körner Straße 77 50823 Köln
Tel.0179-1001517
Initiativegegendiskriminierung@yahoo.de