Freiheit statt Frontex

Widerstand und selbstorganisierte Kämpfe gegen das EU-Grenzregime
Bildervortrag mit Hagen Kopp von kein mensch ist illegal/Hanau
Dienstag, 10.Dezember 2013, 20.00 Uhr
Autonomes Zentrum Köln

Frontex steht für die Militarisierung und Externalisierung (Vorverlagerung) der Migrationspolitik. Und die Tragödie vor Lampedusa am 3. Oktober 2013 belegt einmal mehr, dass das Sterbenlassen auf See Teil einer Abschreckungsstrategie gegenüber Flüchtlingen und Migrant_innen ist. Während der Papst Fähren für die Bedürftigen fordert, entscheiden die politisch Verantwortlichen in Brüssel für die Ausweitung des Frontexmandats und die Installierung des Überwachungssystems Eurosur. Dabei wissen sie aus 20 Jahren "Bordermanagement", dass mehr Kontrolle mehr Tod und Leid bringen wird ...
Immerhin, die öffentliche Empörung war größer denn je nach dem 3.10. und noch nie fiel die mediale Kritik gegenüber der herrschenden Einwanderungspolitik so scharf aus wie in den letzten Wochen. Das öffentliche Interesse gründet sich aber auch in den kontinuierlich zunehmenden Protesten selbstorganisierter Flüchtlinge und Migrant_innen quer durch Europa und darüber hinaus. Die transnationale Verstetigung und Verdichtung dieser Kämpfe hat eine neue Dimension erreicht, die Außengrenzen, die innereuropäischen Grenzen (Dublin II) sowie das Lager- und Abschieberegime sind umkämpfter denn je.
Der Vortrag ist eine Bilderreise entlang der EU-Außengrenze und dokumentiert nicht nur die verschiedenen Frontex-Einsätze sondern immer auch den vielfältigen Kampf um Bewegungsfreiheit.