Dokumentarfilm "Da.Sein"

Sonntag, 17. November 2013, 15.15 Uhr, Alte Feuerwache (Versammlungsraum), Melchiorstraße 3

Wie ergeht es Menschen, die abgeschoben wurden? Dieser Frage geht der Film Da.Sein von Aylin Basaran und Hans-Georg Eberl (Produzent) nach. Zu Wort kommen sieben Menschen aus Nigeria und Togo; eine Krankenschwester, ein hoffnungsfroher Fußballspieler und ein Chauffeur, der gerne Busfahrer wäre. Sie erzählen von ihren Träumen, von ergriffenen Chancen und harten Rückschlägen in Europa - sowie der Gewalterfahrung, aus dem Leben gerissen und abgeschoben zu werden.

Die Geschichten wurden von den Filmemacher/innen in einem Dialog mit Da-Gebliebenen erzählt. So verweben sich Orte, Erinnerungen und Beziehungen zu einem sehr persönlichen Bild von Menschen, die einen hohen Preis für ihre Suche nach einem besseren Leben in Europa zahlen mussten.

Im Film werden schwere Misshandlungsvorwürfe auch gegen die Polizei erhoben.

Die Gewalterfahrungen werden geradezu beiläufig erzählt und reihen sich in die Geschichten über bürokratische Demütigungsrituale, das Verbot einer legalen Arbeit nachzugehen und die Erfahrungen mit alltäglichem Rassismus im Alltag.

Da.Sein zeigt eindrücklich die Auswirkung einer Grenzziehung, die Menschen hier als billige Arbeitskräfte benutzt, sie aber kaum richtig da sein lässt. Der Film behauptet keine Neutralität, sondern verschreibt sich einer parteiischen und solidarischen Perspektive für das Recht sein Glück zu machen - überall.

Gedreht wurde in Sokodé (zweitgrößte Stadt Togos), Lagos, Hamburg und Wien.

In Anwesenheit von Aylin Basaran und Hans-Georg Eberl

Eintritt frei / Spenden erwünscht für ATE - Association Togolaise des Expulsés (Togoische Organisation von Abgeschobenen)

Trailer