Diskussionsveranstaltung / Plakatausstellung

Illegal in Deutschland:
ÜberLeben in der Illegalität, ÜberLeben ohne medizinische Versorgung

Plakatausstellung „kein mensch ist illegal“
21.11. – 10.12.07

Bergische VHS, Auer Schulstr. 20, Wuppertal-Elberfeld

Der 110. deutsche Ärztetag in Münster hat die Bundesregierung am 16.5.2007 aufgefordert, Rechtssicherheit für die Behandlung von Illegalen zu schaffen. Durch entsprechende Gesetzesänderungen sei sicher zu stellen, dass Menschen ohne Aufenthaltsstatus Ärzte und Krankenhäuser rechtzeitig aufsuchen und Anträge zu Kostenübernahmen stellen können. Bereits ein Jahr zuvor waren die politisch Verantwortlichen in Parlament und Regierung vom Ärztetag aufgefordert worden, für praktikable Lösungen zu sorgen, die es diesen Menschen ermöglichen, ihre unveräußerlichen Menschenrechte – hier das Recht auf medizinische Grundversorgung – auch tatsächlich wahrzunehmen.

Immer mehr Menschen in Deutschland leben ohne legalen Aufenthaltsstatus. Ihre medizinische Behandlung entspricht in keiner Weise den erforderlichen Standards und wird durch gesetzliche Regelungen behindert. Aus Angst vor Entdeckung und weil sie die Kosten für eine Behandlung nicht tragen können, sind Illegalisierte von der medizinischen Grundversorgung abgeschnitten.

Über diese Situation will das Netzwerk „kein mensch ist illegal“ informieren.

Schwerpunkt ist die allgemeine Gesundheitsversorgung Illegalisierter. Wir möchten daher speziell auch Menschen ansprechen, die im Gesundheitswesen oder im sozialen Bereich arbeiten. Wir möchten Sie informieren und mit Ihnen diskutieren, welche Möglichkeiten der Unterstützung es geben kann.

Nina Marschall von der medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum wird von den Erfahrungen ihres Vereins berichten, der 1997 von MedizinerInnen und engagierten Einzelpersonen zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation von Flüchtlingen gegründet worden ist.

Siegfried Pater, Journalist, Filmemacher und Autor des Buches: „Menschen ohne Papiere. Ilegal“, wird eingehen auf die Situation Illegalisierter, Gründe für ihr „Hiersein“ und notwendige und mögliche Schritte in Umgang und Handeln.

Die Diskussionsveranstaltung wird im Rahmen der Ausstellungseröffnung des Plakatwettbewerbs „kein mensch ist illegal“ stattfinden. Zu sehen sind ca. 200 Plakate von insgesamt 111 KünstlerInnen, die in sehr unterschiedlicher Weise das Thema aufgreifen. Die Palette reicht vom Textplakat über Fotos, die stilisierte grafische Darstellung bis zur Kinderzeichnung.

Kein Mensch ist illegal – Wuppertal

(V.i.S.d.P.: Miriam Reinhardt, Gertrudenstraße 31, 42105 Wuppertal, Kontaktadresse: kmii-wuppertal@gmx.de)
in Kooperation mit der Basis Initiative Solidarität und der Bergischen VHS

Spenden für unsere Öffentlichkeits- und Unterstützungsarbeit bitte an:
Antirassistische Initiative Wuppertal e.V. Stichwort: kmii
Konto: 950899; BLZ: 33050000 bei der Stadtsparkasse Wuppertal – Spendenquittungen auf Wunsch