Die Türkei. Von der Literatur zur Anklage

Auf ein Wort mit Aslı Erdoğan und Doğan Akhanlı

Montag, 6. November 2017, 19 bis 21 Uhr
FORUM Volkshochschule im Museum am Neumarkt

(Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln)

In der Türkei wurden seit dem gescheiterten Militärputsch im Juli 2016 Tausende ohne Anklage inhaftiert, KurdInnen, Oppositionelle, JuristInnen, AutorInnen. Kann angesichts erster Urteile noch von einer unabhängigen Justiz gesprochen werden? Ist die Hilfe von Interpol bei der Fahndung nach vermeintlichen und wirklichen KritikerInnen der türkischen Regierung zu rechtfertigen? Ist angesichts der weiter bestehenden Vereinbarung zwischen der EU und der Türkei, Europas Außengrenze gegen Flüchtlinge zu sichern, eine angemessene Politik europäischer Regierungen gegenüber der türkischen Regierung realistisch? Oder muss vielmehr eine kritische Zivilgesellschaft mit den Mitteln des deutlichen Wortes aber auch des internationalen Rechts unüberhörbar Gerechtigkeit verlangen?

Diesen Fragen wollen wir in mehreren Gesprächen nachgehen.

Teilnehmende: Aslı Erdoğan und Doğan Akhanlı (SchriftstellerInnen, Deutschland/Türkei), Gonzalo Boye und Ilias Uyar (Rechtsanwälte, Spanien/Deutschland), Günter Wallraff (Journalist, Deutschland), Carlos Collado Seidel (Generalsekretär PEN-Zentrum Deutschland)

Musik mit Florian Zenker

Ausklang im Foyer.

Um rechtzeitiges Erscheinen wird gebeten, damit Sie ggf. die Geräte für die Simultanübersetzung in Empfang nehmen können.

Veranstalter: Amnesty International - Sektion Deutschland, Integrationsagentur der AWO Mittelrhein e.V., KulturForum TürkeiDeutschland e.V., PEN-Zentrum Deutschland, Recherche International e.V., VHS Köln

Fotos: Aslı Erdoğan © Basak Demir Caffi, Doğan Akhanlı © Raimond Spekking