Demonstration

In Ceuta, Melilla und überall:
Gegen die Barbarei Europas – Grenzen überwinden!

Samstag, 29.10.2005 in Düsseldorf
Treffpunkt: Spanisches Konsulat (Hombergerstr.)
Uhrzeit: 12:00 Uhr
Treffen in Köln: 10.30 Uhr, HBF Haupthalle

Anfahrt:
Vom HBF mit den U-Bahn-Linien U78/U79 (Richtung Messe Düsseldorf bzw. Duisburg), Ausstieg U-Bahnhaltestelle Kennedydamm (6. Haltestelle vom HBF)

Aufruf:
Die Geschichte der Menschheit ist geprägt von Ausbeutung und Unterdrückung sowie vom Widerstand dagegen und der Migration nach besseren Lebensbedingungen. Seit der Kolonialisierung bis heute zerstören die in der EU vereinigten europäischen Staaten allen voran das Vereinte Königreich England, Frankreich und die Bundesrepublik Deutschland die Lebensgrundlagen der Mehrheit der Menschheit. Sie bestimmen die Regeln der internationalen Beziehungen, fördern Regierungen nach ihren Interessen und setzen sie ab, mit dem Ziel der völligen Kontrolle über die Ressourcen der Welt, der Ausbeutung der Arbeitskräfte, und der Sicherung von Absatzmärkten für ihre Produkte, zu denen vor allem militärische Güter gehören. Der Gewinn aus all diesen "Geschäften" wird in der Festung Europa in den Händen der Konzerne und ihren Verwaltungen gehortet. Die Bekämpfung sozialistischer und kommunistischer Formationen, der Kampf gegen nationale, antiimperialistische Unabhängigkeitsbewegungen und der Krieg gegen "weltweiten Terror" sollen den Triumphzug und das dekadente Leben einer kleinen Minderheit auf dem Rücken der überwältigenden Mehrheit weiter garantieren. Dazu gehört auch, die Festung Europa mit Zäunen, Mauern und militärischer Gewalt zu sichern und den von dieser Politik betroffenen Menschen mit dem Gewehr den Eintritt zu verwehren.

! FESTUNG EUROPA ÖFFNEN !
In Marokko an den Grenzen zu spanischem Kolonialbesitz (Ceuta u. Melilla) werden Menschen an der südwestlichen Grenze der EU erschossen und mit aller Gewalt daran gehindert, europäischem Boden zu betreten. Es wirft ein Schlaglicht auf das, was tagtäglich in unterschiedlichem Ausmaß von der Europäischen Öffentlichkeit unbeachtet passiert. Die Grenzen der EU wachsen ständig und Woche für Woche sterben unzählige Menschen auf dem Weg nach Europa. Die privilegierten Partner und die Anrainerstaaten werden gezwungen, ihre Grenzen zu sichern, und Menschen mit aller Gewalt an ihren Grenzen aufzuhalten. Dabei stellen die in Europa schutzsuchenden Menschen nur einen kleinen Teil der weltweit Schutzsuchenden dar. Die meisten bleiben in den Nachbarländer ihrer Heimatländer, viele sterben auf dem Weg zu einem sicheren Ort. Die Wenigen, die den tödlichen Weg nach Europa überleben, werden dort staatlich verfolgt, interniert, mißhandelt und massenhaft abgeschoben.

! HÄNDE WEG VON DEN RESSOURCEN AFRIKAS !
In Afrika fliehen die Menschen vor Kriegen wie in Kongo, Hungersnöte wie in Niger oder Bürgerkriege wie in Sudan. Diese Länder sind wichtige Lieferanten von Rohstoffen, Kongo für Germanium, Gold, Diamanten und Coltan. Coltan ist ein wichtiger Rohstoff für die Herstellung der Halbleiter in Handys und für die Militärtechnologie und wurde daher von USA als strategischer Rohstoff eingestuft. Niger ist das Land mit dem drittgrößten Uranvorkommen. Im Sudan sind seit Jahrzehnten die Länder Westeuropas, USA, Russland und China im Wettbewerb um das dortige Erdöl in Konkurrenz. Doch was haben die Menschen dort von diesen Rohstoffen? Extreme Arbeitsbedingungen bei der Förderung dieser Rohstoffe, Kriege und Warlords, die mal von den einen und mal von den anderen Konzernen oder Staaten unterstützt werden. Zusätzlich setzen die Staaten der sog. ersten Welt alles daran, die Märkte dieser Länder für ihre Produkte zu öffnen, und rauben den dortigen Gesellschaften eine dauerhafte, eigenständige Produktionsstruktur und unterwerfen sie langjährigen Abhängigkeitsverhältnissen. Kein Cent des Gewinns aus den Rohstoffen wird für Bildung, für verarbeitende Industrien in den Ländern, für medizinische Versorgung investiert! Unsere Kritik gilt der weltweiten imperialen Ausbeutung! Denn der Reichtum der Welt und der Ertrag der gesellschaftlichen Produktion wird überall monopolisiert. Die selben Konzerne, die ihre Waffen und Produkte aus den Rohstoffen und durch die gemeinschaftliche Arbeit herstellen, schöpfen die steigenden Gewinne ab und setzen die Arbeiter vor die Tür und konfrontieren ihn auch hier tagtäglich mit neueren Formen der Erniedrigung (Hartz IV, Abbau von Arbeitnehmerrechten etc…).

Wir setzen uns ein:

  • für die Abschaffung von Lagern innerhalb und außerhalb von Europa
  • für gleiche soziale und politische Rechte für alle in Deutschland lebende Menschen
  • für ein offenes Europa ohne vorgeschobenen Lagern
  • Für die Schließung aller Ausreisezentren und Abschiebegefängnisse
  • für den sofortigen Stopp aller Abschiebungen, Rückschiebungen und Zurückweisungen
  • für die Abschaffung des tödlichen Grenzregimes
  • für den Stopp der Exporte von militärischen Gütern und von militärischen Interventionen

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