Bundesweiter antirassistischer Kongress in Kökn

21. und 22. Mai in der Alten Feuerwache in Köln (Stand: 13.05.05)Samstag, 21.5. 14 Uhr bis
Sonntag, 22.5.2005, 14 Uhr

findet in Köln das bundesweite AntiRa-Kmii-usw. Treffen statt.

Ort: Bürgerzentrum Alte Feuerwache (Anfahrtskizze unter
http://www.altefeuerwachekoeln.de/kontakt.html)

Ablauf:

Samstag 14.00 bis 17.00 Uhr:
Im Plenum:

Erfahrungsaustausch auf der Grundlage der eingegangenen schriftlichen Berichte (nicht ellenlang, aber vielleicht doch wenigstens 2 Seiten) der teilnehmenden Gruppen zu folgenden Fragen:
1. Was macht ihr derzeit hauptsächlich?
2. Was sind Eure aktuellen Erfahrungen in der Bündnisarbeit?
3. Was erwartet Ihr künftig vom Netzwerk kmii/Antirassistische Arbeit?

Samstag 17.00 bis 21.00 Uhr (unterbrochen vom Abendessen):
In Arbeitsgruppen:

1.) Kommunale Initiativen zugunsten “Illegalisierter”

(München, Freiburg, Köln u.a.): Vorstellung der Initiativen, Diskussion von Möglichkeiten und Grenzen.
2.) Anti-abschiebe- und Bleiberechtskämpfe (vorbereitet vom AkAsyl Göttingen u.a.)
3.) AG “Lager” (vorbereitet von Einzelpersonen aus Kölle, Hamburg, Göttingen und Berlin)
4.) Evtl. spontan sich aus dem Plenum heraus bildende AGs

Samstag ab 21.30 Uhr
“Recolognize Cologne”
und andere Filme…

Sonntag 10.00 bis 13.00 Uhr:
Im Plenum:

1.) Vorstellung und Diskussion der Arbeitsgruppenergebnisse; gemeinsame Aktivitäten und Aktionen?
2.) künftige Vernetzungsanforderungen? Nächstes bundesweites Treffen?

Für unsere Planung warten wir noch immer auf Eure Anmeldungen und auf Eure schriftlichen Berichte…
Wer nicht teilnehmen kann oder will, den bitten wir ebenfalls um eine kurze Rückmeldung!
an kmii Köln (Kongress)

Schöne Grüße, gute Anfahrt, lebhaftes Diskutieren!
Kölner Netzwerk kein mensch ist illegal
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DOKUMENTE / STATEMENTS

zur AG “Lager”

Einzelpersonen aus Kölle, Hamburg, Göttingen und Berlin(?) haben sich zwecks Vorbereitung ausgetauscht und laden ein zu einer AG zu Flüchtlingslagern mit folgenden Themen:
1) aktuelle Einschätzungen zur Lagerpolitik hier und weltweit
2) Pläne für EU-Lager an den Rändern Europas
3) Erfahrungen und Perspektiven aus aktuellen Anti-Lager-Kämpfen …?
Was los war: Mit dem Grenzcamp in Jena 2002, der (wieder entschlafenen) Kampagne “Keine Abschiebung.Knäste.Lager”, den Aktionstagen gegen das “Ausreisezentrum” in Fürth 2003, der Antilagertour 2004, der Mini-Antilagertour in Bahrnstorf am Europäischen Aktionstag für Bewegungsfreiheit am 2.April 2005 (www.nolager.de) sind die (alltäglichen) Lebensverhältnisse und Kämpfe von Flüchtlingen in Lagern hierzulande wieder zum Thema organisierter bundesweiter Kampagnen geworden. Diverse Menschen organisierten sich in den letzten Jahren und Wochen vor Ort oder bundesweit gegen Flüchtlingslager.
Was los ist: Zur Zeit werden auf EU-Ebene von den Regierenden Pläne forciert, die die Fluchtbewegungen und -Wege von MigrantInnen verschärft angreifen wollen und hier das erste Mal vor einem Jahr bei der “Affäre Cap Anamur” in der breiten Öffentlichkeit thematisiert wurden: Flüchtlingslager an den Rändern Europas, in Nordafrika. Informationen über “heimliche” Lager kursieren, Massendeportationen von Bootsflüchtlingen aus dem Lampedusa-Lager in Italien nach Lybien haben tausenden MigrantInnen in den letzten Monaten ihr “Recht auf Flucht” geraubt, EU-Delegationen waren parallel bereits mehrfach in Lybien, Schily reist diesen Monat dorthin. Die Informationen sind z.T. unklar und widersprüchlich, was sich da evtl. als Dynamik neu formiert, kristallisiert sich erst langsam heraus. Diese rasante Entwicklung bleibt nicht ohne Gegenwehr und Widerspruch: Internationale Appelle kursieren in Europa gegen die neuen exterritorialen und alle anderen Lager. In fast allen europäischen Ländern sind Flüchtlingslager Bezugspunkte von Gegenwehr und Kämpfen von innen und außen (www.nolager.de)
FILME gibts auch wenn wir wollen.
Also, kommt und bringt eure Erfahrungen und Einschätzungen ein
Vorbereitungsgruppe Lager-AG

Folgende Fragen könnten wir dabei streifen:

A. Analyse / Einschätzungen:
1. Welches sind die heutigen (Hinter-)Gründe von Migration und Flucht und der (veränderten?) Migrationswege und was sind Ziele und Handlungsmöglichkeiten der Flüchtlinge und MigrantInnen?
2. Welche (unterschiedlichen?) Interessen haben die Regierungen der EU, der Transit- und der Herkunftsstaaten von Flüchtlingen und MigrantInnen bezüglich Migrationsverhinderung und Lagerpolitik?
3. Welche Zusammenhänge zwischen Innen- und Außen- bzw. „Entwicklungs“-Politik, zwischen Flüchtlings-, Anti-„Terror“- und Kriegs-Politik werden deutlich?

B. Widerstand / Handlungsmöglichkeiten:
1. Wie sieht es mit der Umsetzbarkeit der Pläne aus und welche Folgen hat das für die Veränderung der Lebensverhältnisse in den Transit- und Herkunftsregionen, aber auch hier in Europa? Gibt es Widersprüche in dieser Politik, die wir für unsere Gegenstrategien ausnutzen könnten und sollten?
2. Wie könnten Inhalte und Formen einer internationalen Zusammenarbeit mit MigrantInnen und Flüchtlingen hier und auf dem Weg, mit Gruppen in Transit- und Herkunftsländern aussehen? Auf welche Bündnispartner können wir (noch) bauen, welche wären neu zu gewinnen? (Wie) könnten Verbindungen zu anderen sozialen/politischen Bewegungen (z.B. gegen neoliberale Globalisierung, Sozialabbau/Prekarisierung) hergestellt werden?
3. Welche Bedeutung hat hier und heute eine kritische Öffentlichkeit zu diesem Thema? Ist z.B. eine Argumentation mit Deutschlands historischer Rolle beim Bau von Lagern der heutigen Situation angemessen, wenn ja, wie?
4. Welche Ansatzpunkte und Aktionsformen gibt es für lokale Handlungsmöglichkeiten zu diesem Thema?

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Internationaler Appell gegen EU-Lager:
Deutsch: http://www.grundrechtekomitee.de/files/articles/appell-deutsch.pdf
Englisch: http://www.grundrechtekomitee.de/files/articles/appeal-english.pdf
Französisch: http://www.grundrechtekomitee.de/files/articles/appel-francais.pdf
Spanisch: http://www.grundrechtekomitee.de/files/articles/llamamiento-espanol.pdf
—arbeitskreis asyl göttingen fon: +49.551.58894 fax: +49.551.58898 akasylgoe@t-online.de