Aus dem Elend ins neue Elend?! - Zur Situation der Rumänen und Bulgaren in Köln

im Domforum (Domkloster 3, Köln-Zentrum)

Impulsvortrag zum Thema „Südosteuropäische Elendsmigration" von Prof.Dr. Thomas Münch, Sozialwissenschaftler an der Fachhochschule Düsseldorf

Gespräch mit:
Henriette Reker, Dezernentin für Soziales, Integration und Umwelt, Stadt Köln
Prof. Dr. Thomas Münch, Sozialwissenschaftler, Fachhochschule Düsseldorf
Simone Treis, 1. Vorsitzende Rom e.V. Köln
Antonia Brade aus Bulgarien, Leiterin einer bulgarischen Gruppe im Caritas Zentrum Kalk
Peter Krücker, Vorstand Caritasverband Köln
und dem Publikum

Moderation: Helmut Frangenberg, Kölner Stadtanzeiger

Eintritt frei.

Zunächst kamen viele qualifizierte Fachkräfte aus Rumänien und Bulgarien nach dem EU-Beitritt 2007 nach Deutschland. Jetzt wandern zunehmend Menschen ein, die bereits in ihren Herkunftsländern am Rande der Gesellschaft in großer Armut leben. Mittlerweile sind rund 10.000 Rumänen und Bulgaren in Köln gemeldet, es ist aber von einer weit höheren Zahl auszugehen. Viele leben hier unter menschenunwürdigen Bedingungen, von „Arbeiterstrich" und „Elendsmigration" ist die Rede.

Noch fehlen intelligente gemeinsame Konzepte aller Beteiligten, Stadt und Wohlfahrtsverbände, um diesen Menschen zu helfen, die sich als EU-Staatsbürger legal hier aufhalten. Dafür wird es höchste Zeit, denn angesichts des kommenden Winters und der vollständigen Arbeitsmarktöffnung ab 1. Januar 2014 ist mit einer weiteren Einreisewelle zu rechnen.